Postmoderne in der Kunst und Architektur - Merkmale und Stile (2022)

Table of Contents
Zeitliche Einordnung der Postmoderne Definition der postmodernen Kunst Unterschiede zwischen postmoderner und zeitgenössischer Kunst Wie sie sich von der Spätmoderne unterscheidet Hintergrund Merkmale der Postmoderne Allgemeine Merkmale Kunstausbildung Einsatz von Technologie Mischung von Genres und Stilen Postmoderner Fokus auf Populär-/Niedrigkultur Postmoderne Mehrdeutigkeit Fokus auf Spektakel Erfüllung der Verbraucherbedürfnisse Drei Prinzipien der Postmodernen Kunst 1. Sofortige Bedeutung 2. Kunst kann aus allem gemacht werden 3. Die Idee ist wichtiger als das Kunstwerk selbst Postmoderne Kunstbewegungen - Pop Art (ab 1960er Jahre) - Word Art (Textbasierte Malerei) (ab 1960er Jahre) - Konzeptuelle Kunst (ab 1960er Jahre) - Performance Art and Happenings (ab 1960er Jahre) - Installationskunst (ab 1960er Jahre) - Fluxus (1960er Jahre) - Videokunst (ab 1960er Jahre) - Minimalismus (ab 1960er Jahre) - Fotorealismus (1960er, 1970er Jahre) - Fotografie (ab 1960er Jahre) - Arte Povera (1966-71) - Post-Minimalismus (1970er Jahre) - Feministische Kunst (1970er Jahre) - Graffiti-Kunst (ab 1970er Jahre) - Postmoderne Skulptur (ab 1970er Jahre) - Neoexpressionismus (ab 1980er Jahre) - Dekonstruktivismus (1980-2000) - Neo-Pop Art (ab Ende der 1980er Jahre) - Body Art (1990er Jahre) - Zynischer Realismus (1990er Jahre) - Projektionskunst (21. Jahrhundert) - Computerkunst (21. Jahrhundert) - Postmoderne Malerei - Young British Artists (Britart) (1980er/1990er Jahre) FAQs Videos

Der Begriff "Postmoderne Kunst" bezieht sich auf eine breite Spanne zeitgenössischer Kunt, die ab etwa 1970 entstanden ist. Das einende Merkmal der postmodernen Kunst ist die Ablehnung der Ästhetik der modernen Kunst von 1870-1970.

Einer dieser abgelehnten Werte ist die Vorstellung, dass Kunst etwas Besonderes ist, das über den allgemeinen Geschmack erhoben werden sollte.

Parallel zu einer Vielzahl neuer technologischer Entwicklungen hat die Postmoderne in fast fünf Jahrzehnten zu künstlerischen Experimenten mit neuen Medien und neuen Kunstformen geführt, darunter konzeptionelle Kunst, verschiedene Arten der Performance- und Installationskunst sowie computerbasierte Strömungen wie Dekonstruktivismus und Projektionstechnik.

Zeitliche Einordnung der Postmoderne

Der erste bedeutende Kunststil nach der Renaissance war die akademische Kunst, die von Professoren an den Akademien unterrichtet wurde. Unter der akademischen Kunst versammeln sich viele Stile und Strömungen wie der Klassizismus und die Romantik.

Ab 1870 entstand mit dem Aufkommen des Impressionismus die moderne Kunst.

Um 1970 entstanden die ersten Züge, die wir heute als "postmoderne Kunst" zusammenfassen.

Anhand dieses Zeitverlaufs der Kunstgeschichte kann auch die Einstellung gegenüber der Kunst seitens der Künstler und des Publikums vollzogen werden. Die Künstler und Betrachter der Gegenwart werden nicht von den einstigen Vorstellungen der Lehrinstitutionen und Stifter hinsichtlich dessen bestimmt, was denn überhaupt Kunst ist und was Kunst sein kann. Die Möglichkeiten und Anwendungen der Kunst sind vielfältiger geworden, ohne sich in ein vorgegebenes Korsett zwingen zu müssen.

Definition der postmodernen Kunst

Wenn du wirklich eine Definition der postmodernen Kunst in einem Satz benötigst, dann ist sie hier:

Postmoderne in der Kunst und Architektur - Merkmale und Stile (1)

Postmoderne in der Kunst und Architektur - Merkmale und Stile (2)

Ein Kunststil nach den 1960er Jahren, der die traditionellen Werte und politisch konservativen Prämissen seiner Vorläufer zugunsten eines breiteren, unterhaltsameren Kunstbegriffs ablehnte, der neue künstlerische Ausdrucksformen verwendet, die durch Video- und computergestützte Technologien erweitert wurden.

Unterschiede zwischen postmoderner und zeitgenössischer Kunst

Worin besteht der Unterschied zwischen postmoderner Kunst und zeitgenössischer Kunst?

In der Regel werden diese beiden Begriffe mehr oder weniger synonym verwendet. Technisch gesehen bedeutet "postmoderne Kunst" jedoch "nach der Moderne" und bezieht sich auf einen festen Zeitraum, der um 1970 beginnt, während sich "zeitgenössische Kunst" meist auf den sich verschiebenden Zeitraum von rund 50 Jahren unmittelbar vor der Gegenwart bezieht.

Im Moment stimmen diese beiden Perioden überein. Aber im Jahr 2050 könnte die "postmoderne Kunst" (z.B. von 1970-2020) durch eine andere Epoche abgelöst worden sein, während die "zeitgenössische Kunst" nun den Zeitraum 2000-2050 umfasst.

(Video) Stil Epochen 13 - Moderne, Postmoderne und zeitgenössische Kunst (1945 bis heute) [BR 2009]

Wie sie sich von der Spätmoderne unterscheidet

In der bildenden Kunst bezieht sich der Begriff der Spätmoderne auf Bewegungen oder Trends, die einen Aspekt der modernen Kunst ablehnen, aber ansonsten in der Tradition der Moderne bleiben.

Stile wie der Abstrakte Expressionismus (1948-65) wurden von einer Reihe radikaler moderner Künstler praktiziert, darunter Jackson Pollock und Willem De Kooning, die beide viele der formalen Konventionen der Ölmalerei ablehnten.

Und doch hätten weder Pollock noch de Kooning so etwas wie Rauschenbergs Erased de Kooning Drawing vorweisen können, da beide stark an die Konzepte von Authentizität und Bedeutung glaubten.

Ebenso gehörten zu den Anhängern postmoderner Bewegungen wie dem Zeitgenössischen Realismus (ab 1970) und dem Neoexpressionismus (ab 1980) auch zahlreiche Maler, die eher modern als postmodern arbeiteten.

Hintergrund

Moderne Kunst wird meist mit dem Jahrhundert 1870-1970 in Verbindung gebracht - etwa vom Impressionismus bis zur Pop-Art.

Trotz mehrerer weltweiter Katastrophen - Erster Weltkrieg, Grippewelle, Wall Street Crash und Weltwirtschaftskrise - die viele der moralischen Sicherheiten der damaligen Zeit aushöhlten, behielten moderne Künstler im Allgemeinen den Glauben an die grundlegenden wissenschaftlichen Gesetze der Vernunft und des rationalen Denkens bei.

Im Großen und Ganzen, wie die meisten westlichen Menschen der Zeit, glaubten sie, dass das Leben einen Sinn hatte. Dass der wissenschaftliche Fortschritt automatisch positiv war, dass der christliche Westen dem Rest der Welt überlegen war, dass Männer Frauen übergeordnet waren. Die Moderne glaubte auch an die Sinnhaftigkeit, Relevanz und den Fortschritt der Kunst, insbesondere der bildenden Kunst und der Architektur.

Auf den Spuren von Leonardo und Michelangelo glaubten sie an die "hohe Kunst" - eine Kunst, die den kultivierten Zuschauer hebt und inspiriert - und nicht an die "niedrige Kunst", die die Massen nur unterhält. Sie verfolgten einen zukunftsorientierten Ansatz und sahen Kunst als etwas, das sich ständig weiterentwickeln sollte, angeführt von einer führenden Gruppe von avantgardistischen Künstlern.

Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust stellten alles auf den Kopf. Paris wurde abrupt durch New York als Hauptstadt der Kunstwelt ersetzt. Im Zuge der Grausamkeiten des Krieges erschien plötzlich jede gegenständliche Kunst irrelevant, so dass sich die modernen Maler stattdessen der abstrakten Kunst zuwandten, um sich auszudrücken. Erstaunlicherweise hat die New York School - mit Jackson Pollocks Gemälden sowie der ruhigeren Farbfeldmalerei von Mark Rothko - in den 1950er Jahren eine temporäre Erholung der Kunst auf beiden Seiten des Atlantiks vorangetrieben. Den avantgardistischen Malern gelang es, die Grenzen der abstrakten Malerei neu zu definieren, aber sie blieben innerhalb der Grenzen der Moderne. Sie glaubten daran, authentische, fertige Kunstwerke mit wichtigen Inhalten zu schaffen.

Aber die Moderne neigte sich unweigerlich dem Ende entgegen. Die sich ausweitenden Enthüllungen der Shoah, die Erprobung von Atombomben, die Kubakrise und der Vietnamkrieg ließen die Menschen immer mehr über das Leben (und die Kunst) enttäuscht werden.

Bereits Mitte der 50er Jahre hatten Jasper Johns und Robert Rauschenberg die ersten postmodernen Werke des Neo-Dada und Pop Art produziert. Bald würde die Mainstream-Pop-Art die Postmoderne selbst einleiten, da sich die amerikanischen Fernsehsender auf die Tet-Offensive von 1968 und die chaotische Democratic National Convention 1968 konzentrierten.

Hinweis.Die Architektur der Moderne wurde von dem Wunsch beeinflusst, einen völlig neuen Stil für den modernen Menschen zu schaffen. Die Architekten wollten alle historischen Bezüge beseitigen und etwas ganz Neues schaffen. Dies führte zum Internationalen Stil (ca. 1920 - 1970) einem minimalistischen Design der Regelmäßigkeit.

Gott sei Dank begannen postmoderne Architekten ab etwa 1970, die Architektur des 20. Jahrhunderts neu zu beleben, indem sie Strukturen mit interessanten Merkmalen entwarfen, die aus der Populärkultur und aus eher traditionellen Baustilen stammen. Auch Strukturen, die die Schwerkraft auszutricksen scheinen, sind durch neue computergesteuerte Möglichkeiten im Rahmen des Dekonstruktivsmus möglich geworden.

Merkmale der Postmoderne

Die Postmoderne ist keine Bewegung, sondern eine allgemeine Denkweise. Es gibt also keine einheitliche Liste von Merkmalen, die "postmoderne Kunst" definieren. Aber irgendwo muss man schließlich anfangen. Drum findest du hier einige Hinweise, die dir eine Vorstellung geben sollen.

Allgemeine Merkmale

Die Postmoderne ist Ausdruck einer weit verbreiteten Ernüchterung über das Leben sowie der Macht der bestehenden Wertesysteme und/oder Technologien, positive Veränderungen zu bewirken. Infolgedessen sind Autorität, Fachwissen, Wissen und Leistungsbereitschaft in Verruf geraten.

(Video) Postmoderne Architektur – Ein Überblick

Künstler sind jetzt viel skeptischer gegenüber "großen Ideen" (z.B. dass jeder Fortschritt gut ist).

Am wichtigsten war, dass die Moderne Kunst nicht nur als elitär, sondern auch als weiß (im Sinne der Hautfarbe), männlich dominiert und uninteressiert an Minderheiten angesehen wurde. Deshalb setzt sich die Postmoderne für Kunst von Künstlern der Dritten Welt, Feministen und Minderheiten ein.

Kritiker behaupten jedoch, dass die postmoderne Bewegung - trotz ihrer vermeintlichen Zurückweisung großer Ideen - viele eigene große Ideen zu haben scheint.

Beispiele sind unter anderem:

  • "Alle Arten von Kunst sind gleichwertig"
  • "Kunst kann aus allem gemacht werden""Kunst kann aus allem gemacht werden"
  • " Die Demokratisierung der Kunst ist eine gute Sache."

Um Andy Warhol zu zitieren:

Postmoderne in der Kunst und Architektur - Merkmale und Stile (3)

Postmoderne in der Kunst und Architektur - Merkmale und Stile (4)

"Jeder kann 15 Minuten lang berühmt sein".

Diese Idee fasst das postmoderne Zeitalter perfekt zusammen.

Angesichts dieser neuen unsinnigen Welt ist die postmoderne Reaktion eine Akzeptanz dessen geworden:

Wir spielen mit dem Unsinn und akzeptieren, dass Leben und Kunst keine offensichtliche innere Bedeutung mehr haben, aber na und? Lasst uns experimentieren, die Kunst interessanter machen und sehen, wohin sie führt. Vielleicht können auch wir für 15 Minuten berühmt werden!

Kunstausbildung

Die Postmoderne veränderte die Bildungsprioritäten an zahlreichen Kunsthochschulen. In den 1970er Jahren galt die Kunst der Malerei (und in geringerem Maße der Skulptur) als verbraucht.

Außerdem wurde die Idee, vier Jahre lang zu arbeiten, um die notwendigen Fähigkeiten dieser traditionellen bildenden Künste zu beherrschen, als rückschrittlich angesehen. Kunst, so glaubte man, sollte von der Elite befreit und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, so dass Kunstschulen begannen, eine neue Art Akademiker hervorzubringen. Jemand, der mit sofortigen postmodernen Formen und grundlegenden Produktionstechniken vertraut ist.

Kurz gesagt, die individuelle Kreativität wurde als wichtiger angesehen als das Anhäufen von handwerklichen Fähigkeiten.

Einsatz von Technologie

Die Ära der postmodernen Kunst fiel mit der Einführung mehrerer neuer bildlicher Technologien (z.B. Fernsehen, Video, Siebdruck, Computer, Internet) zusammen und hat von ihnen enorm profitiert. Die neue Bandbreite an Video- und Fotoformaten hat die Bedeutung der Zeichenkunst reduziert, und durch die Manipulation der neuen Technologien konnten Künstler die traditionellen Prozesse des Kunstschaffens verkürzen, aber dennoch etwas Neues schaffen.

Dies wird durch die dokumentarische Fotografie von Diane Arbus, die sich auf Mitglieder von Minderheiten in New York City konzentriert, und die Videokunst des koreanisch-amerikanischen Namens June Paik (1932-2006) veranschaulicht.

Mehr. Bekannte Kunstfotografen im Überblick

(Video) Kunst und Architektur in der Renaissance: Das musst du wissen – Geschichte | Duden Learnattack

Mischung von Genres und Stilen

Seit dem Neo-Dadaismus vermischen Postmodernisten gerne Dinge - oder bringen neue Elemente in traditionelle Formen ein - um neue Kombinationen zu schaffen. Fernando Botero malt primitive Gemälde von beleibten Figuren, Georg Baselitz malt auf den Kopf gestellte Figuren.

Gerhard Richter kombinierte in seinen Fotomalereien der 1970er Jahre Kamerakunst und Malerei, während Jeff Koons konsumorientierte Bilder mit hoch entwickelten Techniken der Bildhauerei kombinierte, um seine Edelstahlkulpturen zu schaffen. Andreas Gursky kombiniert Fotografie mit computergenerierter Bildsprache zu Werken wie Rhein II, während Jeff Wall in seinen postmodernen Bildkreationen digital bearbeitete Fotomontage verwendet.

Postmoderner Fokus auf Populär-/Niedrigkultur

Der Begriff "Hochkultur" wird von Kunstkritikern oft verwendet, wenn es darum geht, die "Hochkultur" der Malerei und Skulptur (und anderer bildender Künste) von der "niedrigen" Populärkultur von Zeitschriften, Fernsehen und anderen massengefertigten Gütern zu unterscheiden.

Die Moderne und ihre einflussreichen Anhänger wie Clement Greenberg (1909-94) betrachteten diese Kulturformen als unterlegen gegenüber der Hochkultur. Im Gegensatz dazu sehen Postmodernisten - die eine "demokratischere" Kunstauffassung bevorzugen - die "Hochkultur" als elitärer.

So machte die Pop-Art - die erste postmoderne Bewegung - aus gewöhnlichen Konsumgütern Kunst. Pop-Art-Künstler und andere gingen bei ihren Versuchen, die Kunst zu demokratisieren, noch weiter, indem sie ihre "Kunst" auf Tassen, Papiertüten und T-Shirts druckten: eine Methode, die übrigens den postmodernen Wunsch veranschaulicht, die Originalität und Authentizität der Kunst zu untergraben.

Postmoderne Mehrdeutigkeit

Postmoderne Künstler haben die Vorstellung aufgegeben, dass ein Kunstwerk nur eine inhärente Bedeutung hat. Stattdessen glauben sie, dass der Betrachter ein ebenso wichtiger Sinnstifter ist. Cindy Shermans surrealistische Fotografie zum Beispiel unterstreicht die Idee, dass ein Kunstwerk auf vielfältige Weise interpretiert werden kann.

Tatsächlich erlauben einige Künstler - wie die Performancekünstlerin Marina Abramovic - den Zuschauern sogar die Teilnahme an ihrer Kunst oder erfordern sogar eine Intervention der Zuschauer, um ihr Werk zu vollenden.

Fokus auf Spektakel

In Ermangelung eines wahren Lebenssinns - vor allem, wenn wir Tag und Nacht von Radio- und Fernsehwerbung bombardiert werden - haben es die Künstler der Postmoderne vorgezogen, uns auf Stil und Spektakel zu konzentrieren, oft mit Werbemitteln und Techniken für maximale Wirkung. Dieser Ansatz wird durch die kommerziellen Druckverfahren, die Bilder im Plakat-Stil von Pop-Künstlern wie Roy Lichtenstein und James Rosenquist veranschaulicht. Die Fokussierung auf die Oberfläche ist ein wiederkehrendes Merkmal der postmodernen Kunst und geht manchmal mit melodramatischen, schillernden, ja schockierenden Bildern an die Spitze. Seit 1980 hat der Einsatz von Computern und anderen Technologien die Multimedia-Kunst (z.B. Animation) revolutioniert und spezifische Möglichkeiten in Bereichen wie der Architektur geschaffen.

Wie wichtig es der Postmoderne ist, die Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen, zeigt die Schocktaktik einer Gruppe von Studenten des Goldsmiths College - bekannt als die Young British Artists - in London Ende der 80er und 90er Jahre. Bekannt geworden durch drei Ausstellungen, wurden die YBAs wegen ihres schockierenden schlechten Geschmacks verprügelt, und doch wurden mehrere von ihnen Turner-Preisträger, während ander ebenfalls erhebliche Bekanntheit und Reichtum erzielten.

Erfüllung der Verbraucherbedürfnisse

Der Anstieg des Konsumverhaltens und die unmittelbare Genusskultur in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts haben auch die bildende Kunst stark beeinflusst. Die Verbraucher wollen jetzt Innovation. Sie wollen auch Unterhaltung und Spektakel. Viele postmoderne Künstler, Kuratoren und andere Fachleute haben daraufhin die Gelegenheit genutzt, Kunst zu einem Unterhaltungsprodukt zu entwickeln.

Die Einführung neuer Kunstformen wie Performance, Happenings und Installationen sowie neuer Themen - darunter tote Haie, riesige Eisskulpturen, Menschenmassen nackter Körper, Gebäude, die in Bewegung zu sein scheinen, eine Sammlung von 35.000 Terrakotta-Figuren, bemalte Körper, gruselige Projektionen auf öffentlichen Gebäuden (und viele mehr) - haben den Zuschauern eine Reihe neuer, manchmal schockierender Erfahrungen ermöglicht.

Ob diese neuartigen sogenannten Kunstformen tatsächlich "Kunst" sind, bleibt eine umstrittene Frage. Die postmodernen Konzeptualisten sagen "Ja", die Traditionalisten antworten mit "Nein".

Drei Prinzipien der Postmodernen Kunst

1. Sofortige Bedeutung

Keine ausgebleichten Ölgemälde mehr, die unheimliche Ereignisse aus der griechischen Mythologie darstellen, um den kultivierten Betrachtern ein wissendes Lächeln zu entlocken. Seit ihren Anfängen in der Pop-Art-Bewegung war die postmoderne Malerei und Skulptur gewagt, hell und sofort erkennbar.

Die Themen und Bilder wurden hauptsächlich von hochkarätigen Konsumgütern, Zeitschriften, Werbegrafiken, TV, Film, Cartoons und Comics übernommen. Zum ersten Mal verstand jeder die gezeigte Kunst. Obwohl sich die Postmoderne seit der Pop-Art weiterentwickelt hat, bleibt ein Hauptziel die unmittelbare Erkennbarkeit der Bedeutung.

2. Kunst kann aus allem gemacht werden

In Anlehnung an die Traditionen von Marcel Duchamp - dessen Urinal mit dem Titel Fountain (1917) das erste berühmte Beispiel dafür war, dass ein gewöhnlicher Gegenstand zu einem Kunstwerk verarbeitet wurde (siehe auch: Die Geschichte des Readymades) - haben es sich die Künstler der Postmoderne zur Aufgabe gemacht, Kunst aus den ungewöhnlichsten Materialien und Abfällen zu erschaffen.

Die Idee dahinter ist es, Kunst zu demokratisieren und sie zugänglicher zu machen.

3. Die Idee ist wichtiger als das Kunstwerk selbst

Generell glaubten Künstler bis in die 1960er Jahre, dass es ohne ein fertiges Produkt nichts gäbe. So wurde der Qualität des fertigen Kunstwerks und der dafür erforderlichen Handwerkskunst große Aufmerksamkeit geschenkt. Heute sind die Dinge anders. Postmodernisten glauben typischerweise stärker an das Konzept hinter dem Endprodukt als an das Produkt selbst. Deshalb wird viel "postmoderne Kunst" als "Konzeptkunst" oder "Konzeptualismus" bezeichnet.

Andere Formen des Konzeptualismus sind Installationen, Performancekunst, Happenings, Projektionskunst und einige andere.

Postmoderne Kunstbewegungen

Bislang gab es in der Postmoderne keine großen internationalen Kunstströmungen. Stattdessen hat die Ära das Auftauchen einer Reihe von engen, örtlich begrenzten Strömungen sowie mehrerer völlig neuer Kunstformen wie Video- und Wortmalerei erlebt. Darüber hinaus gab es Dutzende von künstlerischen Splittergruppen sowie eine oder zwei antipostmoderne Zentren, deren Mitglieder sich bemüht haben, die Art von Kunst zu produzieren, auf die Michelangelo oder Picasso stolz gewesen wäre.

Hier ist eine kurze Liste der wichtigsten postmodernen Bewegungen und Stile, einschließlich der gängigsten neuen Kunstformen.

- Pop Art (ab 1960er Jahre)

Unter der Führung von Andy Warhol (1928-87), der aus banalen, massenproduzierten Bildern bildende Kunst schuf. Mehr zur Pop-Art findest du in diesem Artikel.

- Word Art (Textbasierte Malerei) (ab 1960er Jahre)

Eine Form der Konzeptmalerei oder -skulptur, die wort- oder textbasierte Bilder verwendet. Ein gutes Beispiel für den postmodernen Gebrauch neuer Elemente in alten Medien.

(Video) Stil Epochen 12 - Die Klassische Moderne (1900-1937) [BR 2009]

- Konzeptuelle Kunst (ab 1960er Jahre)

Vergiss das fertige Produkt, es ist die zugrunde liegende Idee, die zählt. Der erste und (wohl) größte Konzeptkünstler war Yves Klein (1928-62), Begründer des französischen Nouveau Realisme.

- Performance Art and Happenings (ab 1960er Jahre)

Pionierarbeit wurden von Künstlern wie John Cage und Allan Kaprow geleistet, die dieses Genre zu einer neuen Art machten, Kunst den Massen zu präsentieren.

- Installationskunst (ab 1960er Jahre)

Eine neue Art, Zuschauer in das Kunstwerk oder die Assemblage zu ziehen. Ein führender Verfechter der Installationskunst ist der deutsche Künstler Joseph Beuys.

- Fluxus (1960er Jahre)

Eine Anti-Kunst-Bewegung im Dada-Stil, begonnen von George Maciunas. Zuerst in Deutschland erschienen, bevor es sich nach New York ausbreitete. Starker Gebrauch und Verflechtung von und mit Happenings.

- Videokunst (ab 1960er Jahre)

Video ist eines der vielseitigsten verfügbaren Medien. Ein Videofilm kann (1) das Kunstwerk selbst sein; und/oder (2) eine Aufzeichnung darüber, wie das Kunstwerk hergestellt wurde; und/oder (3) ein Element in einer Installation; und/oder (4) Teil einer Mehrfach-Videoanordnung. Video macht die Kunst dynamischer und lebendiger. Seit Ende der 80er Jahre sind sowohl Video als auch Animation abhängig von der Verwendung von Computersoftware zur Bearbeitung von Bildern.

- Minimalismus (ab 1960er Jahre)

Ein Zufluchtsort für intellektuelle Maler und Bildhauer, die sich um "Reinheit" in der Kunst sorgen. Minimalisten versuchten, Kunst ohne alle äußeren Bezüge zu schaffen und ließen nur die Form zurück.

- Fotorealismus (1960er, 1970er Jahre)

Eine hyperrealistische Form der Malerei, die typischerweise auf Fotos als Grundlage basiert. Führende Fotorealisten sind Chuck Close (geb. 1940) und Richard Estes (geb. 1936).

- Fotografie (ab 1960er Jahre)

Die YBA waren nur eine von mehreren postmodernen Gruppen, die sich für den Einsatz der Kamerakunst einsetzten. Vier der einflussreichsten postmodernen Fotografen sind Helmut Newton, Robert Mapplethorpe, Cindy Sherman und Nan Goldin.

- Arte Povera (1966-71)

Selbst ernannte "arme Kunst", die von einer antikommerziellen Avantgarde-Kunstgruppe in Italien geschaffen wurde. Führende Mitglieder waren Piero Manzoni, Michelangelo Pistoletto und Giuseppe Penone. Stark konzentriert auf die physikalischen Eigenschaften der verwendeten Materialien.

- Post-Minimalismus (1970er Jahre)

In der postminimalistischen Kunst - ein Begriff, der erstmals vom Kunstkritiker Robert Pincus-Witten geprägt wurde - verlagert sich der Schwerpunkt von der Reinheit der Idee zu ihrer Vermittlung. Siehe Werke der Deutsch-Amerikanerin Eva Hesse.

- Feministische Kunst (1970er Jahre)

Eine Kunstbewegung, die sich mit spezifisch weiblichen Themen wie dr Geburt, Gewalt gegenüber Frauen, Arbeitsbedingungen für Frauen, uvm. beschäftigt. Zu den beteiligten Künstlerinnen gehören Louise Bourgeois und die in Japan geborene Performancekünstlerin Yoko Ono.

- Graffiti-Kunst (ab 1970er Jahre)

Ultimativ postmoderne Bewegung: Sofortige Malerei, sofortiger Ruhm. Die beiden erfolgreichsten Street Artists, die den Sprung in die "hohe Kunst" schafften, waren Jean-Michel Basquiat und Keith Haring.

- Postmoderne Skulptur (ab 1970er Jahre)

Wichtige Beiträge zur postmodernen Bildhauerei sind: Salvador Dalì, Jean Tinguely, Donald Judd, Sol LeWitt, Richard Serra, Anish Kapoor und Bruce Naumann.

- Neoexpressionismus (ab 1980er Jahre)

Charakterisiert durch großformatige Gemälde mit intensiven, kraftvollen Motiven, die mit hoher Geschwindigkeit gemalt werden. Manchmal wurden Materialien in die Oberfläche des Bildes eingebettet. Führende Neoexpressionisten waren Georg Baselitz, Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Julian Schnabel.

- Dekonstruktivismus (1980-2000)

Postmoderner Baustil, exemplarisch am Werk des Los Angeleser Architekten Frank O. Gehry zu sehen. Die dekonstruktivistische Architektur beinhaltet oft computergestützte Designarbeit mit High-Tech-Software, um Bauwerke zu erschaffen, die die Regeln der Physik neu zu formulieren scheinen.

- Neo-Pop Art (ab Ende der 1980er Jahre)

Riesige Plastikskulpturen von Spielzeug und anderen Gegenständen der Populärkultur und vielem mehr in gleicher Weise, wie die Werke von Jeff Koons zeigen.

- Body Art (1990er Jahre)

Ein Kunststil, der den Körper als Leinwand benutzt. Die beliebteste Form sind Tattoos, gefolgt von Gesichtsbemalungen verschiedener Art. Nailart ist ein weiteres Medium.

- Zynischer Realismus (1990er Jahre)

Zeitgenössische chinesische Kunstbewegung, die nach der Niederwerfung des Tiananmen-Platzes (1989) entstand. Zynische Realisten benutzten einen Stil der figurativen Malerei mit einer spöttischen Erzählung. Wiederkehrende Motive sind Figuren, glatzköpfige Männer und fotografische Porträts. Der Stil verspottete den politischen und sozialen Staat China und wurde, da dies für chinesische Künstler ein neuer Aufbruch war, von westlichen Kunstsammlern gut angenommen.

- Projektionskunst (21. Jahrhundert)

Eine der neuesten Formen der Postmoderne, die Projektionskunst, ist die computergestützte Abbildung von Videobildern auf Gebäude oder andere große Flächen.

- Computerkunst (21. Jahrhundert)

Auch Digital- oder Internetkunst genannt, ist dies eine allgemeingültige Kategorie, die eine Vielzahl von computerbezogenen Kunstformen umfasst.

- Postmoderne Malerei

Wichtige Mitwirkende an den oben nicht gelisteten postmodernen Malstilen sind: der unverwechselbare Francis Bacon, der zeitgenössische Realist Lucian Freud und die figurative Malerin Jenny Saville.

- Young British Artists (Britart) (1980er/1990er Jahre)

Eine Kombination aus rasantem geschäftstüchtigem Opportunismus und schockierenden Ideen. Das bekannteste Mitglied der YBA ist Damien Hirst, während der Hauptsponsor der Gruppe der Kunstsammler Charles Saatchi war.

FAQs

Was zeichnet die Postmoderne Architektur aus? ›

Als „Postmoderne“ wird eine Architekturrichtung der sechziger bis achtziger Jahre des 20. Jh. bezeichnet, die durch einen ironischen und spielerischen Umgang mit historischen Bauformen und Typen versucht, eine Gegenposition zur klassischen Moderne der zwanziger und dreißiger Jahre zu beziehen.

Was sind Merkmale der Postmoderne? ›

Die Postmoderne schafft nichts Neues, sondern spielt mit literarischen Traditionen. Typisch ist ein Pluralismus an Themen und Motiven. Die Sprache ist sehr effektvoll. Die Texte sind reich an literarischen, historischen und geistesgeschichtlichen Anspielungen (auch Intertextualität genannt).

Wann war die Postmoderne Architektur? ›

ca. 1972–1990. Die Postmoderne als Stilrichtung der Architektur geht als kritische Antwort auf die Krise der Moderne mit ihrer funktionalisierten Alltagsarchitektur der Nachkriegszeit zurück.

Was versteht man unter postmodern? ›

[post = lat.: nach] Allg.: Unklare Sammelbezeichnung für eine Geisteshaltung (neuer Zeitgeist) bzw. eine (aus Architektur und Kunst vermittelte Stil- und) Denkrichtung, die sich als Gegen- oder Ablösungsbewegung zur Moderne versteht.

Was ist die postmoderne Epoche? ›

Die postmoderne Epoche lässt sich ungefähr in die Jahre zwischen 1990 und 2010 einordnen. Der Epochenbegriff bezeichnet die Epoche „nach der Moderne“. Ihren Ursprung hat die Postmoderne in Frankreich. Es gibt keine einheitlichen Themen.

Wie entstand die Postmoderne? ›

Geschichte. Der Ausdruck Postmoderne lässt sich bereits 1870 nachweisen. 1959 wies der amerikanische Literaturwissenschaftler Irving Howe auf das niedrige Innovationsvermögen der damaligen zeitgenössischen Literatur zur vorausgegangenen Moderne hin und bezeichnete sie als post modern.

Was ist postmodernes Design? ›

Unter Postmodernes Design versteht man den spielerischen Umgang mit der Vielfalt an imitierten historischen Bauformen, oft in leuchtenden Farben bunt kombiniert und stellt eine Befreiung von der Jahrzehnte andauernden strengen Ordnung des Funktionalismus dar.

Was charakterisiert postmodernes wissen? ›

An die Stelle des klaren Wissens treten ungezählt viele Wahrheiten, die gleichberechtigt nebeneinander existieren. Lyotard leitete aus dieser Beobachtung den Begriff der Postmoderne ab. Vielleicht bestätigt es seine Theorie, dass seitdem eine Vielzahl anderer Verständnisse desselben Begriffs auftauchten.

Was macht moderne Architektur aus? ›

Die Hauptmerkmale dieses Architekturstils waren: Verzicht auf repräsentative Details, Verwendung von industriell gefertigten Baustoffen, asymmetrische Gruppierung, kubistische Elemente, weißer Verputz, Lichtfülle. Aus Sicht der Architektur ist das 20. Jh. das Zeitalter der „Modernen Architektur“.

Was für eine Epoche haben wir jetzt? ›

Die Postmoderne ist die derzeit aktuellste Epoche der Literaturgeschichte. Auf sie folgt ab 1990 die Gegenwartsliteratur.

Wie nennt man architektonische Bauten? ›

Architekturikone ist ein Begriff aus der Architekturkritik und bezeichnet Bauwerke, die wegweisend sind beziehungsweise waren oder aufgrund ihrer Gestaltung Einzigartigkeit beanspruchen.

Was ist der Unterschied zwischen Moderne und Postmoderne? ›

Die Postmoderne beschreibt eine breite Bewegung, die sich im späten 20. Jahrhundert entwickelte und sich auf Philosophie, Kunst, Architektur und Kritik konzentrierte und eine Abkehr von der Moderne markierte.

Was versteht man unter Konzeptkunst? ›

Konzeptkunst ist eine künstlerischer Stilrichtung, die in den 1960er Jahren vom US-Künstler Sol LeWitt geprägt wird (Conceptual Art). Die Ursprünge der Konzeptkunst liegen in der Minimal Art, und mit ihr werden die Theorien und Tendenzen der abstrakten Malerei weiterentwickelt.

Was ist ein postmoderner Mensch? ›

Als „die Postmodernen“ oder kurz „Pomos“ gelten dann irgendwelche verrückten Linken und/oder Philosoph*innen, die bezweifeln, dass es so etwas wie Wahrheit, Wirklichkeit, Freiheit oder Vernunft überhaupt gibt. Das Motto der Postmodernen sei ein relativistisches „Anything goes!

Wann endet die Postmoderne? ›

Die Postmoderne gilt, laut dem deutschen Philosoph Markus Gabriel, seit 2011 als beendet.

Wann ist die spätmoderne? ›

Spätmoderne ist ein Epochenbegriff zur Charakterisierung der aktuellen gesellschaftlichen Lebensbedingungen und -verhältnisse. Im Gegensatz zum Begriff Postmoderne wird davon ausgegangen, dass die Gegenwart als eine Konsequenz der Moderne zu verstehen ist.

Was ist radikale Pluralität? ›

Einleitung. Für Postmoderne wird radikale Pluralität, radikale Vielfalt - auch ethischer und moralischer Entwürfe - behauptet. Bauman spricht sogar von Ambivalenz, d.h. von der doppeldeutigen Widersprüchlichkeit ein und desselben Gegenstandes (vgl. Bauman 1995a).

Welche Epoche war 1985? ›

Die literarische Postmoderne ist eine Strömung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, welche die Epoche der Moderne ablöst.

Was macht die Moderne aus? ›

Die Moderne im Überblick:

Die Moderne ist ein Sammelbegriff für viele literarische Strömungen. Sie war eine Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus. Typisch war ein pessimistisches Weltbild. Das komplexe individuelle Seelenleben und das Unterbewusste standen im Fokus.

Welche Epoche war um 1980? ›

Der Naturalismus stellt den Beginn der Moderne dar, die als Oberkategorie die Epochen bis zur Postmoderne (1980 bis heute) umfasst.

Welche Epoche ist der Richter und sein Henker? ›

Friedrich Dürrenmatts Roman Der Richter und sein Henker ist ein typisches Werk der literarischen Postmoderne, also derjenigen Strömung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die die Moderne ablöst.

Ist das Parfum ein postmoderner Roman? ›

Der Roman, "Das Parfum" von Patrick Süßkind, kann in die Epoche der Postmoderne eingeordnet werden!

Was versteht man unter der Dekonstruktivismus? ›

Als „Dekonstruktivismus“ wird eine Architekturströmung in der Phase der sogenannten „Nach-Moderne“ (ca. 1968–Gegenwart) bezeichnet, die – abgeleitet vom Lebensgefühl in den achtziger und neunziger Jahre des 20. Jh. – auf den ganzheitlichen Sinnzusammenhang verzichtet.

Was ist eine fragmentarische Erzählweise? ›

Als fragmentarische Überlieferungen werden Texte bezeichnet, die nicht in Gänze in unsere Zeit überliefert und demnach nur brüchstückhaft erhalten sind. Dies ist vor allem bei sehr, sehr alten Texten ein Problem, wie etwa bei Werken aus der Antike oder auch dem Mittelalter.

Welche Epochen gibt es in der Architektur? ›

Was „erzählen“ Bauwerke? In verschiedenen Epochen waren verschiedene Baustile „angesagt“. Diese Baustile waren in Mitteleuropa: zuerst die römische Antike, dann die Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Historismus und schließlich die Moderne.

Welcher Baustil ist modern? ›

Die Moderne schließt verschiedene Strömungen ein, die sich oft nicht eindeutig voneinander abgrenzen lassen: Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Internationaler Stil, Neues Bauen, Funktionalismus und später auch den Brutalismus.

Was hat sich in der Architektur verändert? ›

Doch mit technologischen Fortschritten, Wunderwerken der Ingenieurskunst und sozialen Veränderungen wie dem extremen Bevölkerungswachstum und der Urbanisierung hat sich auch die angewandte Architektur selbst verändert.

In welchem Zeitalter leben wir 2022? ›

Anthropozän als nächster Schritt im Erdzeitalter

Aktuell leben wir demnach in der Erdneuzeit, in der Periode "Quartiär" und in der Epoche "Holozän" – noch.

Was sind die 4 großen Epochen? ›

Ur- und Frühgeschichte · Antike · Mittelalter · Neuzeit: Frühe Neuzeit - 19. Jh. · 20. Jh.

Wie nennt man die aktuelle Zeit? ›

Die koordinierte Weltzeit (englisch Coordinated Universal Time, französisch Temps universel coordonné), kurz UTC, ist die heute gültige Weltzeit.

Was ist Architektur Kunst? ›

Architektur (griech.: Baukunst) bezeichnet die Gesamtheit aller Bauwerke mit künstlerischer Gestaltung, die über die Erfordernisse ihres reinen Zweckes oder der Nützlichkeit hinausgehen.

Was sind architektonische Merkmale? ›

Typische Merkmale und Elemente, die den Klassizismus prägten, stammen aus der Antike, wie zum Beispiel: Klare Linien, symmetrische Formen und ausgeglichene Proportionen. Die Bauwerke wurden insgesamt wuchtiger, kantiger und gleichzeitig sehr rational und kühl gestaltet.

Was hat Architektur mit Kunst zu tun? ›

Architekten sehen sich als Künstler, die sich wissenschaftlich mit planvollen Entwürfen zur gebauten Umwelt auseinandersetzen, die einzigartige Ideen entwickeln und eigene Epochen schaffen. Die herausragenden Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass ein künstlerischer Anspruch auch durchaus gerechtfertigt ist.

Wer hat Dadaismus erfunden? ›

Dadaismus oder auch Dada war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich begründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst und Kunstformen – die oft parodiert wurden – und bürgerlicher Ideale ...

Was macht ein Konzeptkünstler? ›

Im Vordergrund stehen Konzept und Idee, die für die künstlerische Arbeit als gleichwertig erachtet werden. An Stelle fertiger Bilder und Skulpturen treten in diesem Sinne Skizzen, Schriftstücke, Anleitungstexte oder unter Umständen Künstlerbücher, die eigene ästhetische Qualitäten entfalten, auf.

Wie entstand die Aktionskunst? ›

Die Entstehung der Aktionskunst ist verbunden mit dem Bestreben, die Trennung zwischen Kunst und Leben aufzuheben. Einerseits sollten neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten erschlossen, andererseits auch die Gattungsgrenzen erweitert werden.

Was macht moderne Architektur aus? ›

Die Hauptmerkmale dieses Architekturstils waren: Verzicht auf repräsentative Details, Verwendung von industriell gefertigten Baustoffen, asymmetrische Gruppierung, kubistische Elemente, weißer Verputz, Lichtfülle. Aus Sicht der Architektur ist das 20. Jh. das Zeitalter der „Modernen Architektur“.

Was zeichnet den Dekonstruktivismus aus? ›

Dekonstruktivistische Architektur zeichnet sich durch einen bemerkenswert freien, spielerisch leichten Umgang mit architektonischen Elementen und Gliederungsstrukturen aus. Gewohnte Kategorien wie Regelmäßigkeit, Reihung oder Symmetrie sind ihr weitgehend fremd.

Was ist postmodernes Design? ›

Unter Postmodernes Design versteht man den spielerischen Umgang mit der Vielfalt an imitierten historischen Bauformen, oft in leuchtenden Farben bunt kombiniert und stellt eine Befreiung von der Jahrzehnte andauernden strengen Ordnung des Funktionalismus dar.

Was versteht man unter Dekonstruktivismus? ›

Als „Dekonstruktivismus“ wird eine Architekturströmung in der Phase der sogenannten „Nach-Moderne“ (ca. 1968–Gegenwart) bezeichnet, die – abgeleitet vom Lebensgefühl in den achtziger und neunziger Jahre des 20. Jh. – auf den ganzheitlichen Sinnzusammenhang verzichtet.

Welche Epochen gibt es in der Architektur? ›

Was „erzählen“ Bauwerke? In verschiedenen Epochen waren verschiedene Baustile „angesagt“. Diese Baustile waren in Mitteleuropa: zuerst die römische Antike, dann die Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Historismus und schließlich die Moderne.

Wie nennt man die heutige Architektur? ›

Moderne bezeichnet in der Geschichte der Architektur eine nicht allgemein abzugrenzende Architekturepoche. In Fachkreisen meint man mit dem Begriff Modernismus die vor allem durch den Internationalen Stil verbreitete weltweit uniforme Formensprache.

Welcher Baustil ist modern? ›

Die Moderne schließt verschiedene Strömungen ein, die sich oft nicht eindeutig voneinander abgrenzen lassen: Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Internationaler Stil, Neues Bauen, Funktionalismus und später auch den Brutalismus.

Was ist rationale Architektur? ›

Als „Rationale Architektur“ (ALDO ROSSI, 1966) wird eine Architekturströmung in der Phase der sogenannten „Nach-Moderne“ (ca. 1968–Gegenwart) bezeichnet, die die Baukunst als objektive Wissenschaft, also auf Logik und Gesetzmäßigkeit beruhen, begreift.

Wie entstand der Dekonstruktivismus? ›

Geschichte des Dekonstruktivismus

Der Dekonstruktivismus wurde durch die Entwürfe für den Architekturwettbewerb des Parc de la Villette 1982, eingereicht von Jacques Derrida, Peter Eisenman und Bernard Tschumi bekannt.

Wann entstand Dekonstruktivismus? ›

Als Beginn dieses außergewöhnlichen Stils gilt die Ausstellung „Deconstructivist Architecture” aus dem Jahr 1988 im New Yorker „Museum of Modern Art“. Die Ausstellung präsentierte Werke von sieben Design- und Architekturgrößen, die heute als Vertreter des Dekonstruktivismus bekannt sind.

Was charakterisiert postmodernes wissen? ›

An die Stelle des klaren Wissens treten ungezählt viele Wahrheiten, die gleichberechtigt nebeneinander existieren. Lyotard leitete aus dieser Beobachtung den Begriff der Postmoderne ab. Vielleicht bestätigt es seine Theorie, dass seitdem eine Vielzahl anderer Verständnisse desselben Begriffs auftauchten.

Woher kommt der Begriff Postmoderne? ›

Der Begriff setzt sich aus ,,post'' (nach) und ,,modern'' zusammen. Die Postmoderne ist nämlich die Epoche nach der Moderne.

Was für eine Epoche haben wir jetzt? ›

Die Postmoderne ist die derzeit aktuellste Epoche der Literaturgeschichte. Auf sie folgt ab 1990 die Gegenwartsliteratur. Diese bezeichnet allerdings nur die gegenwärtige Literatur und keine eigene Epoche.

Was ist parametrische Architektur? ›

Auf die Architektur übertragen lassen sich über parametrische Modelle evolutionäre Strukturen erzeugen, die auf äußere Einflüsse, wie Sonneneinstrahlung und Windbelastung, oder innere Einflüsse, wie Nutzerverhalten und Funktionsabläufe, reagieren.

Was macht Zaha Hadid besonders? ›

Die Designerin zeichnete sich immer wieder durch ihre einzigartige Linienführung aus, die Klarheit und Unerschrockenheit, aber auch ausdrucksstarke, sanfte Kurven in sich vereint. Gelegentlich zeigen ihre Werke auch Grundzüge des Brutalismus. Hadids erste Auftragsarbeit war das Vitra Feuerwehrhaus im Jahr 1994.

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1. Stil-Epochen der Architektur
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4. Stil Epochen 01 - Antike - Griechenland (um 800 v. Chr. bis 100 v. Chr.) [BR 2009]
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5. Konkrete Kunst und Architektur – der Film
(archithese)
6. Postmoderne deutsche Literatur
(Nemačka književnost - nastava_Nikolina Zobenica)

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Author: Terence Hammes MD

Last Updated: 08/25/2022

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